Zwei-Schicht-Parkett - die Mittellösung
Zwei-Schicht-Parkett ist eine Mittellösung zwischen Massivparkett und Fertigparkett und versucht die Vorteile beider Produkte in sich zu vereinen und so dem Bauherren zur Verfügung zu stellen. Zunächst einmal besteht dieser Parkett wie es der Name schon sagt aus zwei Schichten. Die obere Schicht, die auch als Nutzschicht bezeichnet wird, besteht aus Massivholz. Die untere Schicht macht sich die Tatsache zu nutze, dass es eigentlich keine Rolle spielt, ob diese Schicht, die man niemals sieht, aus Massivholz gefertigt ist oder einem anderen Material, das vor allem preiswerter, unter Umständen aber auch stabiler ist. Meist wird für die untere Schicht eine Mehrschichtplatte verwendet, manchmal aber auch ein querverleimtes Massivholz. Dies kann interessant sein, wenn man sich für ein eher weiches Holz bei der Nutzschicht entscheidet und dann durch das Trägerholz trotzdem nicht auf Stabilität verzichten muss.

Daneben ist diese zweite Schicht aber vor allem wichtig, weil sie dafür sorgt, dass die Bewegungsfreiheit des Massivholzes eingeschränkt ist. Je nach Luftfeuchtigkeit dehnt sich der arbeitende Naturstoff Holz nämlich aus oder zieht sich zusammen, was man in der Fachsprache auch als Quellen bzw. Schwinden bezeichnet. Durch die untere Schicht wird die obere Massivholzschicht aber an diesen Bewegungen gehindert und ein Parkettboden neigt weniger dazu sich zu verziehen.

Wer einen Zwei-Schicht-Parkett erwirbt, muss keine Qualitätsabstriche machen, denn die Nutzschicht von Massiv- und Zwei-Schicht-Parkett ist grundsätzlich gleich. Dies hat damit zu tun, dass Parkett natürlich nur soweit geschliffen werden kann, bis das Nut- und Feder-System beginnt. Außerdem eignet sich Zwei-Schicht-Parkett im Gegensatz zu
Massivparkett besser für Fußbodenheizungen und ist daher sehr interessant. Dies hat mit der meist geringeren Gesamtstärke zu tun, die dafür sorgt, dass die Wärme einer Fußbodenheizung besser durch den Parkett durchdringen kann. Allerdings ist auch nicht jeder Zwei-Schicht-Parkett für Fußbodenheizungen geeignet bzw. unter gewissen Umständen kann eine Fußbodenheizung grundsätzlich nicht mit Parkettboden betrieben werden. Das hat aber vielmehr mit der Verlegart zu tun und nicht unbedingt mit der Parkettart. Außerdem sind hier natürlich immer die Angaben der Hersteller zu beachten.

Die Verlegung erfolgt beim Zwei-Schicht-Parkett wie beim
Massivparkett meist auch durch Verkleben und zwar vollflächiges Verkleben. Dies ist allerdings einfacher zu bewerkstelligen als beim Massivparkett, weil bei Zwei-Schichten-Parkett schon eine fertige Oberfläche aus mehreren Parkettstäben besteht, die eben ein schnelles Verlegen begünstigt, das auch von handwerklich begabten Laien durchgeführt werden kann. Aus ökologischer Sicht ist Zwei-Schicht-Parkett ebenfalls zu empfehlen, da er den Rohstoff Holz nicht sinnlos verschleudert, sondern nur für die Nutzschicht edles Holz verwendet und für die Trägerschicht auch minderwertige Holzsorten heranzieht. Dies schont natürlich auch den Geldbeutel, denn im Vergleich zum Massivparkett sind die Kosten für Zwei-Schicht-Parkett geringer.
  • Vereint Vorteile von Massiv- und Fertigparkett
  • Auf Fußbodenheizung geeignet
  • Schnelles Verlegen begünstigt
  • Umweltschonend weil Edelholz nur in Nutzschicht